Überblick
Therapien
Patienten-Information
Kontakt
Neuraltherapie



Die Bezeichnung "Neuraltherapie" bedeutet, dass bei diesem Verfahren über die Nerven behandelt wird. Konkret geschieht das durch Injektionen mit örtlichen Betäubungsmitteln (Lokalanästhetika). Sie stellen zum Beispiel schmerzhafte Zonen des Körpers ruhig, sodass sich diese entkrampfen und die Selbstheilungskräfte wieder in Gang kommen. Dabei geht man von der Annahme aus, dass über die Nervenbahnen auch weiter entfernt liegende "Störzonen" und "Herde" - wie etwa Narben und schadhafte Zähne - Beschwerden auslösen können. Durch Injektionen in diese Zonen können sich Schmerzen an anderen Körperstellen manchmal innerhalb von Sekunden lösen. Die Dauer der Wirkung schwankt je nach Ursache.

Zur Diagnoseerstellung ist eine sehr gründliche Befragung und Untersuchung notwendig, die auch frühere Verletzungen, Unfälle, Operationen etc. als mögliche Ursachen für Beschwerden aufzuspüren versuchen. Bei der nachfolgenden Behandlung werden verschiedene Stichtechniken eingesetzt, mit denen ein örtliches Betäubungsmittel in bestimmte Körperzonen gespritzt wird.


Quaddeln

Dabei wird das Lokalanästhetikum mit einer dünnen Kanüle knapp unter die Oberfläche der Haut injiziert. Die Einstichstellen liegen oft an Akupunkturpunkten. In der Folge bilden sich kleine Bläschen - Quaddeln - die an Insektenstiche oder Flohbisse erinnern (Quaddelserie "Flohleiter"). Es werden meist mehrere Quaddeln in bestimmte Hautareale gespritzt , z.B. entlang der Wirbelsäule.


Narbenbehandlungen

Sind Narben die (vermuteten) Störfelder, die Schmerzen auslösen, wird das Betäubungsmittel mit einer sehr dünnen Nadel meist an mehreren Punkten in und unter die Narbe gespritzt.